Hans-Otto Thomashoff: Toxische Familienmuster erkennen und überwinden

Shownotes

Wie erkennen wir, dass alte Familienmuster bis heute unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen? Und wie kann es gelingen, sich aus belastenden Prägungen zu lösen, ohne die eigene Vergangenheit zu verleugnen?
In dieser Episode spricht Timo Schlage mit dem Psychiater, Psychoanalytiker und Autor Dr. Dr. Hans-Otto Thomashoff über sein Buch „Du bist nicht deine Eltern". Thomashoff verbindet seine persönliche Geschichte mit seiner langjährigen therapeutischen Erfahrung und zeigt, woran sich toxische Familiendynamiken erkennen lassen und warum frühe Erfahrungen noch im Erwachsenenalter wirksam sein können.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie aus unbewussten Mustern bewusste Selbststeuerung werden kann. Es geht um sichere Bindung, emotionale Verarbeitung, den Umgang mit Triggern und darum, alte Gefühle nicht nur kognitiv zu verstehen, sondern sie in Beziehung zu „verdauen" und neue Erfahrungen zu ermöglichen.


Themen dieser Folge:

► Woran sich toxische Familienstrukturen erkennen lassen
► Wie frühe Bindungs- und Beziehungserfahrungen unser späteres Leben prägen
► Warum sich familiäre Muster über Generationen wiederholen können
► Wie Verstehen, emotionale Verarbeitung und Selbststeuerung zusammenwirken
► Was Kinder für eine gesunde Entwicklung brauchen


Quellen und weiterführende Links:

→ Website von Hans-Otto: http://thomashoff.de/
→ Buch: „Du bist nicht deine Eltern“ – Penguin / Ariston


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Timo Schlage



Transkript anzeigen

00:00:00: Wie stark haben unsere Eltern uns geprägt und wie können wir das loslassen?

00:00:04: Wie gehen wir mit toxischen Prägungen um.

00:00:07: Genau darüber

00:00:08: hat mein Podcast-Gast

00:00:09: Dr.

00:00:09: Thomas Hof gerade ein Buch geschrieben, drüber hinaus sprechen auch über Psychoanalyse und was wir als Eltern besser machen können, um unsere Kinder bestmöglich zu erziehen, was da oft gut gemeint und unbewusst doch verkehrt gemacht wird.

00:00:26: Aktiv zugehört Insights aus Coaching und Therapie.

00:00:32: Der Podcast mit Frau Kniehus

00:00:35: und

00:00:36: Timo Schlage.

00:00:41: Dr.

00:00:42: Hans Otto Thomasow, heute bei uns

00:00:44: im Studio bei

00:00:45: Aktiv zugehört.

00:00:47: Ich begrüße Sie ganz herzlich und freue mich sehr auf die heutige Folge über Psychiatrie, Psychoanalyse, Kunst aber vor allem auch über ein neues Buch.

00:00:57: Herzlich willkommen Herr Dr.

00:00:58: Thomasow!

00:01:00: Herzlich Willkommen meinerseits aus Wien.

00:01:03: Ich bin froh und dankbar, dass wir das Teil hinbekommen haben.

00:01:06: Jetzt gar zur Veröffentlichung ihres Buches und dass jetzt zwischen den ganzen Veranstaltungen heimgekommen haben uns darüber

00:01:13: zu

00:01:13: sprechen.

00:01:15: Du bist nicht deine Eltern wie wir toxischen Familien überwinden und in Freiheit leben lernen.

00:01:22: Was hat sie motiviert?

00:01:23: Und was ist die Quintessenz des Buches?

00:01:26: Ich war letztes Jahr im Februar mit einer Situation konfrontiert und zwar sind innerhalb von sechs Tagen meine beiden Eltern gestorben.

00:01:34: Das an sich war schon viel, wow mein Beileid, danke sehr!

00:01:37: Das war viel.

00:01:38: Dann hat meine Schwester den Kontakt zu mir abgebrochen aus dem Nichts heraus.

00:01:43: ich hatte nie ein Konflikt mit ihr einfach Kontakt abgebrochene Da war jetzt in eine Situation bin nun Analythiker deswegen immer auch gewillt zu verstehen was gerade rennt was auch mit mir rennt wo ich mich gefragt habe, was ist da los und was macht das mit mir?

00:01:58: Und dann hab' ich gespürt, dass eigentlich die Trauer über den Tod meiner Eltern etwas war.

00:02:05: Was sehr schnell wiech einer großen Erleichterung.

00:02:09: Also ich spürte, eigentlich bin ich total erleichtert!

00:02:12: Die sind nicht mehr da.

00:02:14: Und dann habe ich das mit dem, was meine Schwester gerade machte, ein Stück weit zusammengelegt... ...und bin, ich hab ihnen nun Analyptiker,

00:02:22: d.h.,

00:02:22: ich hab eine eigene Analyse gemacht.

00:02:25: Ich habe also einen recht guten Überblick über das, wie ich bin.

00:02:28: Warum ich bin?

00:02:29: Was ich bin... Und hab gesagt okay, das rolle ich noch mal auf und kläre, wie zu dem Punkt und zu dem Gefühlszustand an dem ich da gerade war gekommen bin.

00:02:40: Aber der

00:02:41: Schritt die Eltern zu verlieren ohne zu wissen was davor gewesen ist und dann von einer Erleichterung sprechen zu können Zwischen muss ja ein unglaublicher Prozess von Verarbeitung stattgefunden haben.

00:02:58: Richtig verstanden, dass sie das mit sich selbst als eindeutiger verarbeitet haben oder wie?

00:03:05: Also das Verhältnis zu meinen Eltern habe ich natürlich auch in meiner Analyse bearbeitet und in dem Moment ist mir nur noch mal klar geworden, wie weit dieser Verarbeitungsprozess durch meine Biografie dann schon gelaufen war.

00:03:19: Das, was meine Eltern in ihrer Elternrolle gelebt haben und Kinder vorgelebt haben.

00:03:25: Also meinem Bruder, meiner Schwester und mir wie sehr das ein bisschen neudeutsch mit dem Begriff toxisch sehr gut beschrieben ist habe dieses Strukturen mir noch einmal klar gemacht hat begonnen auch dazu systematisieren.

00:03:38: ich hab sieben Faktoren heraus gearbeitet an denen man erkennen kann wenn eine familien situation toxisch ist.

00:03:46: da kann ich gleich darauf eingehen.

00:03:50: Das zusammengesetzt mit meiner ja inzwischen auch jahrzehntelangen Arbeit, wo natürlich sehr viel um nicht gut funktionierende Familienstrukturen geht und habe gesagt das mache ich jetzt seine systematischen Aufarbeitung.

00:04:05: Wo ich autobiografisch meine Geschichte erzähle die aber als Sachbo allgemeingültig mit dem was man draus ziehen kann verbunden haben.

00:04:15: also so zu sagen bin ich sehr authentisch in meiner Rolle als Selbstkind einer toxischen Familie, aber eben auch als Fachmann, als Psychiater und Psychoanalytiker der das einordnet.

00:04:29: Und der selbst auch erlebt hat dass das ein ordnen können Der Grundfahrt für das Phänomen das sie gerade beschrieben Das ich nämlich eine Erleichterung verspürte und nicht in Gefühlen die nicht aufgearbeitet waren verstrickt war.

00:04:43: Es haben sich gerade das Wort toxische Familie verwendet Ja, ist ein Bodewort.

00:04:48: Wenn wir es mal versuchen zu analysieren gibt's ja sicherlich einzelne Faktoren-Erlebnisse und ich kenne keinen Menschen der nicht irgendwie unschöne Erlebnisse in der Kindheit hatte wo man sich von den Eltern schlecht behandelt oder verstanden gefühlt hat.

00:05:02: Wo ist an ihrem erleben ihre Einschätzung die Schwelle?

00:05:07: zwischen hier und da läuft man was Blöd?

00:05:09: Was jetzt schon damit beginnt Säuglingsschreit nach der Mutter mitten in der Nacht und die Mutter braucht halt ein paar Sekunden bis sie da ist Und in dem Augenblick steht das Kind Lebensängste

00:05:17: durch.

00:05:18: Also wo ist der?

00:05:19: oder gibt da tausend Beispiel, was man wirklich auch im Verhalten später an der Kindererziehung machen kann?

00:05:25: Was eben gut gemeint ist aber nicht gut ist.

00:05:28: Wo ist es Ihrer Sicht die Schwelle zwischen?

00:05:31: Ja passiert sind ein paar dumme Sachen, die ja fast jedem Kind passieren und ab wann würden sie eine Familie als toxisch bezeichnen.

00:05:39: Der entscheidende Faktor ist für mich, das habe ich eben herausgearbeitet Die Gegenübertragung.

00:05:45: Das ist ein psychologischer Begriff, der deutlich macht das Gefühl, dass in mir durch einen anderen ausgelöst wird.

00:05:52: Als Kind von toxischen Eltern empfinde ich meinen Eltern gegenüber nicht ein Gefühl des wohligen Zuhauses, des Willkommenseins – da freue ich mich nicht die Eltern zu sehen!

00:06:03: Sondern beim Gedanken an die Eltern und beim Besuch der Eltern kriege ich Stress Der Puls geht höher, ich kriege einen Druck in der Magengrube, Kloß im Hals.

00:06:11: All das was ich von vielen Patienten noch immer wieder gehört habe wenn sie von ihren Eltern berichten Also das Kardinalsymptom für mich ist das Gefühl dass ihn mir entsteht Wenn ich an meinen Eltern denke das Gefühl es in mir entstehen wenn ich mit meinen Eltern Kontakt habe.

00:06:26: Hintergrund sind Verhaltensmuster in der Interaktion Im

00:06:29: Kindesalter, im Erwachsenenalter oder beides dieses Gefühle von Stress und Druck

00:06:34: Beides, also auch als Erwachsener noch.

00:06:36: Auch in der zweiten Lebenshälfte stehen da noch sozusagen ja sehr häufig.

00:06:42: Also nicht ich fühle mich willkommen Ich freue mich meine Eltern zu sehen sondern Gott die wieder.

00:06:48: Ja das ist sozusagen die Gefühlslage die ich entscheidend finde.

00:06:52: Es ist nicht eine Quantifizierung Sondern das Gefühl dass es mir entsteht.

00:06:56: Das ist der deutliche Hinweis Der Grund für dieses Gefühl.

00:07:00: Ich habe hier sieben Faktoren identifiziert, das ist für mich der siebte und wichtigste Faktor.

00:07:04: Das andere sind beschreibbare Verhaltensweisen.

00:07:07: Da ist an erster Stelle ein Rollentausch älteren die Kinder eigentlich emotional benutzen um eigene Gefühle zu deponieren oder loszuwerden.

00:07:16: also mein Vater war säkulärisch.

00:07:18: wenn er getrunken hatte hat der wilde Schreiattacken hingelegt, hat Türen gekracht und meine Aufgabe war es dann, meine Mutter zu trösten.

00:07:26: Meine Aufgabe war am nächsten Tag meinem Vater beim Abdampfen seiner Stimmung zu helfen und mit ihm am Rheinspazieren zu gehen.

00:07:32: Es war eine Rollenumkehr.

00:07:33: Ich bin also früh als Kind in die Rolle des vermeintlich Erwachseneren gekommen, der die Gefühle der Eltern verdauen muss.

00:07:40: Kein Wunder dass ich den Beruf gewählt habe könnte man sagen.

00:07:43: Auch das hab' ich natürlich inzwischen integriert.

00:07:45: Aber das sind natürlich Dinge die machen was mit allen.

00:07:48: Das zweite ist der faktornazistische Manipulation.

00:07:52: D.h.,

00:07:52: die Eltern vermitteln vermeintliche Wahrheiten, Werte bei denen es im Kern darum geht dass sie besser sind.

00:08:01: also von meinem Vater quasi die implizite Message immer so gut wie ich bin wirst du nie.

00:08:08: Beispiel dafür war, dass er mir immer gesagt hat also Leute die im Studium gut sind.

00:08:13: Die scheitern als Praktiker Hintergrund war ja selbst dem Studium nicht gut weil recht chaotisch hat acht mal die Schule wechseln müssen weil er immer wegen schlechten Betragens runtergeflogen ist und Hat mir das sozusagen als Lebensweisheit präsentiert.

00:08:26: hinter Grund war ich war Klassenbester dann war ich Schulbester Dann habe Ich meine Medizinstudie noch mit eins abgeschlossen Und hatte damit immer eine unglaubliche Angst in den Knochen.

00:08:36: Als Praktiker muss ich ja versagen, das habe ich ja gelernt.

00:08:40: Und musste erst in meiner Arbeit durch die Rückmeldung von meinen Patienten dann erleben, dass es alles Blödsinn war?

00:08:47: Jetzt haben wir die ersten Faktoren schon kennengelernt und nehmen jetzt mal ruhig das Beispiel was Sie ja gar so offen geschrieben haben von Ihrem Vater wie groß ist der Faktor des Kindes also einen Kind was stabiler ist, was resilienter ist oder eines was vielleicht sehr schwach ist und da ein zerbrechen könnte?

00:09:06: Also wenn sich drei Kinder den gleichen Vater, den gleichen Verhalten haben.

00:09:11: Das eine Kind ist stark und resilient, das andere ist irgendwo mitte.

00:09:14: Und das Andere ist halt sehr schwach, sehr emotional, sehr verletzlich.

00:09:18: Wie würden Sie dass die beiden Einflussfaktoren des Elternteiles mit dem toxischen Verhalten und dem Kind ungefähr unterteilen?

00:09:28: Naja ein resilienteres Kind käme ja auch aus der Familie.

00:09:31: da muss man natürlich die ganze Familie sich anschauen.

00:09:34: Also ich war der Älteste, damit hatte ich sozusagen die Eltern direkt vor mir.

00:09:38: Dahinter kam mein Bruder dahinter meine Schwester natürlich haben eine Geschwister erlebt das ich in Anführungszeichen überlebe.

00:09:44: da hatten sie schon mal etwas was wie ein Puffer gewirkt hat.

00:09:48: bei meinem Bruder war es dann tragischerweise ein bisschen anders.

00:09:51: der war wenn wir die Faktoren gleich weitermachen ist das der sechste Faktor leider Opfer von ziemlich viel Gewalt weil mein Vater den häufig geschlagen hat auch um seine Launen los zu werden.

00:10:01: ja damit ist mein Bruder sozusagen auch in die erste Reihe gerutscht, an der Front wenn sie so wollen.

00:10:07: Ich wiederum hatte eine ganz perfide Doppelrolle weil einerseits musste natürlich schauen dass ich nicht in diese Rolle komme.

00:10:15: andererseits tat mir meine Bruder leid und habe mich natürlich mitgelitten.

00:10:20: also über unser Spiegelneuronsystem also diese Zellen mit denen wir uns hier einfühlen in andere hab ich ja voll miterlebt was dem passiert ist.

00:10:32: Das hab ich im Buch alles genau beschrieben.

00:10:34: Also, man kann es nie monokausal festmachen.

00:10:37: und natürlich gibt's dann auch die Frage was ist an ganz frühen Geschichten da auch das habe ich ja ein buch beschrieben etwas des mir sehr spät klar geworden ist.

00:10:46: Ich habe sehr lange unter heftigem Trennungsängsten gelegen und habe das nicht wirklich verstanden warum?

00:10:52: Und dann war ich schon Psychiater irgendwie glaubevierzig oder sowas bei meiner Mutter zu Besuch und wir schauten uns einen Album an aus der Kinderzeit Und da war ein Säuglingsfoto von mir, wo ich so drei Monate alt war und sehr ernst und ja traurig daher schaue.

00:11:10: Und er erzählt meine Mutter mir Ja das Foto, das haben wir gemacht.

00:11:14: Also als du drei Monate old warst, habe mein Vater also ihr Mann und sie beschlossen Sie machen zwei Wochen Urlaub in Italien.

00:11:22: Sponta Ich wurde zur Mutter meines Vaters gegeben War damit abgestillt und zack getrennt.

00:11:28: Wow!

00:11:29: Ich hab halt eine frühe Trennung erlebt.

00:11:31: Als meine Mutter zurückkam zwei Wochen später, war sie ganz irritiert darüber dass ich sie nicht freudig begrüßt habe sondern mich abgewandt hab.

00:11:38: Das typische Verhalten eines traumatisierten Säuglings und erst als sich die Geschichte hörte konnte ich meine Ängste die ich immer gekannt habe und nie wirklich so richtig los geworden war verstehen konnte das integrieren und dann auch dafür sorgen dass ich das irgendwann hinter mir gelassen habe.

00:11:54: Gänsehaut!

00:11:55: Also natürlich ist die Psyche immer ganz vielschichtig wie sie entsteht.

00:12:00: So funktioniert die Psyche und das spannende daran auch.

00:12:04: Ich bin fest überzeugt, es beginnt schon vorgeburtlich der Aufbau der Psyches und ist ein konstanter Entwicklungsprozess, ich sage immer wie bei einem Baum wo sich der Stamm und dann die Äste entwickeln natürliche Frühe irgendwo was problematisch läuft.

00:12:17: des so schwierigeres ist dass dann später wieder zu sortieren insbesondere als wir für die ganz frühe zeit kein deklaratives Gedächtnis haben.

00:12:25: also wer ihnen uns nicht bewusst an das Aber unser Gefühl hat es gespeichert und das habe ich erlebt.

00:12:30: Das kenne ich als eigener Erfahrung, und ich halte es für enorm wichtig und mache das dann immer mit den Patienten zu mir kommen, bis sich diese ganz frühe Zeit sehr dezidiert auch abfrage.

00:12:38: Wenn man da oft unglaublich wichtige Erkenntnisse gewinnen kann, mit denen man noch arbeiten kann – und das kann man überwinden!

00:12:45: Kann ich nur unterstreichen?

00:12:46: Also ich hab ja keinen psychologischen Hintergrund aber durch Anliegen von Klienten wenn wir in einer Wegbrücke arbeiten... Genau

00:12:53: nicht, da kommt das ja dann auch.

00:12:55: Kommt man die ersten Jahre oder was ganz in der Hypnose macht, dann kommen wir eben auch in die ersten Monate wo genau solche Geschichten rauskommen.

00:13:02: Dann fragen die Klienten ihre Eltern und dann kommt das raus sowas was Siegeresatz haben mit dem Urlaub?

00:13:08: Oder ach ja, die Narben an mir sind nicht irgendwie Zufall sondern es waren tatsächlich weil er im Sufzern die Zählten auch mehr ausgedrückt hat.

00:13:16: Woher weißt du das?

00:13:17: Ja ich war eine Hypnase!

00:13:18: Das ist ne schreckliche Erkenntnisse.

00:13:21: Aber spannen das beide Wege, also von der Analyse her kognitiv dieser Änderung aber eben auch unbegusten, dass abrufen kann.

00:13:29: Ja?

00:13:29: Absolut!

00:13:30: Und da ist eben das emotionale Gedächtnis so wichtig.

00:13:33: und Analysee macht ja das emotionelle Gedächnis sozusagen mit Inhalt zu einem Gesamtmodell wo ich dann verstehe warum ich der bin, der ich bin... ...und wenn ich das verstehe, kann ich beginnen auch in die Selbststeuerung zu gehen, das haben.

00:13:45: okay jetzt arbeite ich dran, dass sich mich so entwickelt, wo ich eigentlich hin will Und damit auch Altes hinter mir lasse, indem ich neue andere Erfahrungen suche.

00:13:54: Ja und davor ist es alteres Verkennen ums Ruhe sich zu lassen oder die Immunzener Stärke zu haben die Büchse der Pondora zuzulassen.

00:14:02: Ich hatte meine Klientin die zu mir kam und sagte sie kann sich nicht an zweieinhalb Jahre ihres Lebens erinnern also in ihrer Kindheit und wollte halt dass ich ihr dann helfe das zu Erinnern was jetzt durchaus möglich ist.

00:14:18: Stattdessen habe ich aber mit ihr die Stunde daran gearbeitet, ob es für sie hilfreich wäre.

00:14:23: Wenn Sie das erarbeiten oder herausfinden würde und wir haben dann die Auswirkungen geprüft weil wenn's die schönsten zwei ein paar Jahre des Lebens gewesen wären, dann gäbe es ja keinen Grund fürs Unterbewusstsein das auszublenden.

00:14:35: Und so hat sich ein Abgewogen hier und her und hat sich da entschieden dass sie ist als Büchse der Pondora geschlossen hält ums eben nicht zu öffnen Weil sie eben auch davon ausgegen dass das eher negativer Dinge sind, die da drinstecken.

00:14:49: Wie werden Sie in dem Fall folgern?

00:14:51: Das Schwierige ist... Die kommt ja zu Ihnen aus irgendeinem Grund.

00:14:55: Also das Problem ist dass auch Erlebnisse, die wir nicht bewusst haben natürlich Auswirkungen auf uns haben eineseits auf unser emotionales erleben.

00:15:06: ich beschrieb meine eigenen Trennungsängste.

00:15:08: die waren ja da.

00:15:09: Natürlich konnte ich damit leben aber ich habe sie nicht aufgelöst.

00:15:12: Aufgelöst hab ich selbst als sich die Büchse der Pandora geöffnet hat.

00:15:16: Das Zweite ist, dass wir dazu neigen das was wir erlebt haben zu wiederholen.

00:15:22: Also ich wenn sie mit Familienaufstellung arbeiten werden Sie es ja auch kennen.

00:15:24: das was die große Eltern mit den Eltern gemacht haben machen die Eltern mit dem Kindern und so weiter.

00:15:29: Das heißt also jemand der eine Büchse der Pandora mit sich rum schleppt läuft Gefahr das was da drinnen ist bei seinen Kindern zu tun.

00:15:36: Ich habe gestern wieder Patienten gehabt.

00:15:38: der kam in der Angst dass er den Impuls verspürt seine Kinder schlagen zu müssen.

00:15:42: erst hat er selbst erlebt Aber nur wenn er sich dem stellt, kann er dahin kommen diesen Impuls zu hemmenausreichen.

00:15:51: Sonst läuft der Gefahr das zu tun und das macht die Sache so perfid und schwierig.

00:15:56: auch da glaube ich du siehst meine These dass die Spiegelneuron dafür entscheidend sind.

00:16:00: Das sind ja kleine Zellen im Gehirn Die wir Lichtschalter einzelner Handlungsmuster lernen.

00:16:05: jedes handlungsmuste hat ebenso einen Schalter wie eine Bibliothek Im Kopf.

00:16:11: Wenn Ich das sehe wird es sofort angestellt Und ich kenne mich aus.

00:16:15: Ich erkenne das, aber zugleich gibt es Trigger die diesen Schalter sozusagen bedienen.

00:16:20: Wenn ich nun geschlagen wurde, sage ich ja von mir aus dass will ich keinem antun.

00:16:25: Bewusste Entscheidung tue ich nicht Probleme.

00:16:28: sich habe das Muster in mir hab das gelernt Gelernt als Handlungsmuster Das heißt auf einer Ebene wo gar nicht die Beteiligten drin sind und gar nicht beteiligend entscheidend sind Sondern die Handlung selbst Ob ich Opfer oder Täter bin ist für die handlung selbst unwichtig Und damit kann die Handlung getriggert werden und nicht ungewollt zum Täter werden.

00:16:47: Schauen wir uns Missbrauchskandal in Einrichtungen der Kirche,

00:16:50: etc.,

00:16:50: an.

00:16:50: Die werden aus diesem Grund immer weitergegeben weil nie das mal bewusst gemacht wird Weil jeder seine Büchse der Pandora mit sich umschleppt... ...und dann ungewohl zum Tater wird.

00:17:00: Also Das ist die problematische Seite wenn man diese Dinge nicht aufräumt.

00:17:04: Es muss nicht so sein aber die Gefahr ist da Ich

00:17:07: finde ich extrem spannend Diese Netzwerke Einladungen oder diesen Sucht-Thema verspüren, diesen Impuls zu folgen.

00:17:17: Also es gibt ja diesen Satz von der Viktor Frankler auf den Mund gelegt wird.

00:17:20: Es gibt einen Moment inzwischen Reiz und Reaktion und zum Ende liegt der Handlungs- oder Entscheidungsspielraum, der laut seiner Familie gar nicht von ihm stammt mit ihrem Hintergrund Neurowissenschaften aber eben auch der Psychoanalyse.

00:17:35: was sind da Vorgehensweisen als Therapeut als Coach, wenn sie einen Klienten haben Patienten der einen solchen Erfahrung hat ein solches Netzwerk was immer wieder sich in den Vordergrund drängt und befriedigt werden möchte.

00:17:51: Was wäre da die typische analytische Vorgehensweise?

00:17:54: Und was ist Ihre Vorgehnungsweise damit genau dieser klient eben dem Impuls nicht folgt?

00:18:01: Ich nehme es mal meine vorgehensweise also Die Neurowissenschaft ist entscheidend, zu verstehen wie es gehirnt funktioniert.

00:18:06: Wir haben das limbische System, das ist ein schnell reagierender Bereich der Gefühle hervorruft aus Gefühlen heraus impulshaft reagiert.

00:18:15: dann kommt die Denkkappe also das Großhirn dass gegebenenfalls den Impuls hemmen kann.

00:18:21: Also die entscheidende Aufgabe des Großhirns ist oft immer nur die Impulse die kommen zu hemm.

00:18:25: ich vergleiche das gerne mit dem Bild von Pferd und Reiter.

00:18:29: Pferde sind enorm limbische Tiere.

00:18:31: Die sind sofort panisch, immer Dramadrama-Drama.

00:18:34: Und brauchen einen Reiter obendrauf der seinen Verstand leihweise dem Tier zur Verfügung stellt damit das Tier eben nicht durchbrennt sondern tut was der Reiter möchte.

00:18:43: Das ist die Gebrauchsanleitung für unser eigenes Gehirn.

00:18:47: Wenn ich nun diese Impulse von früher erst einmal unbewusst in mir trage es wichtig dass sie bewusst werden weil dann kenne ich mich aus und Dann muss sich lernen diese Impulse zu steuern.

00:18:57: da gibt's zwei Wege hin.

00:18:58: des ein ist dass Ich das was es triggert Reduziere?

00:19:02: Vor allem auch dafür sorge, dass ich nicht übermäßig Stress habe.

00:19:04: Denn je stressreicher ich bin, je emotionaler ich Bin, desto limbischer bin ich, destso weniger steuerte Verstand.

00:19:11: Kennen wir alle aus dem Privatleben wenn wir streiten ist Klärung unmöglich.

00:19:16: da ist der Verstand auf Sendepause und man streitet so richtig voll im Gefühl.

00:19:20: All das zu verstehen hilft mir meine eigenen Impulse viel besser frühzeitig zu steuern.

00:19:26: Und des Zweite isst er sich aufarbeite wo das herkommt welche Gefühle da drin stecke und nicht diesen gefühlen Stelle, damit ich es überwinden kann.

00:19:34: Damit dann die Heftigkeit des Impulses selbst weniger wird.

00:19:37: also beides sind die Ansatzpunkte wenn sie so wollen.

00:19:41: Das heißt kognitiv würde ich überlegen wie kann ich die Reize runterfahren?

00:19:47: als ich finde jetzt zu viel oder ungesunde Esse stelle ich eben Tipps und Schokoladen nicht auf den Tisch um einfach diese Reize herunterzufahren.

00:19:55: das ist klar.

00:19:56: Und aber was mache ich, wenn der Reiz dann doch da ist?

00:19:59: Mir eilt einen die Packung Zeretten oder das Glas.

00:20:03: Ich muss ihn kennen!

00:20:04: Wenn ich den Dämonen kenne... Ja, dann ist es schon mal ein Stüppeln.

00:20:08: Dann ist nie wer dir nicht überrascht und denkt ach Scheiße, was ist jetzt los Sondern halt Moment kennst du jetzt Überleg dir wie kommst du darunter.

00:20:16: Tiefdurchatmen Aussteigen aus der Situation gibt ja alles verschiedene Möglichkeiten Die ich aber erst dann machen kann, wenn ich weiß Dass sich da eine Achillesferse habe Und dann kann ich natürlich auch die Gefühle, die das in mir hervorruft verarbeiten.

00:20:31: Das ist ja was ich bei meinen Eltern erlebt habe also die konflikthafte eigene Beziehung zu ihnen aufgrund der Vergangenheit.

00:20:38: Die hatte ich so weit hinter mir gelassen dass als sie nicht mehr waren Ja das war traurig einerseits aber vor allem etwas erleichtern.

00:20:45: dieses Kapitel meines Lebens ist endgültig vorbei und diesen Prozess den kann ich auch innerlich machen.

00:20:50: Ich hab im buch den Satz Wenn ich merke, dass mich die Eltern nicht mehr ärgern können ist ja beim Gebrochen.

00:20:56: Also wenn ich der Anderen nicht einmal mehr ärgeren kann hat er keine Macht mehr bei mir und dann ist die Macht der Vergangenheit und damit auch die Heftigkeit möglicher Impulse in mir deutlich reduziert.

00:21:08: Ich habe meinen Satz gehört, ich entscheide selbst ob ich Menschen die Macht gebe, mich zu ärgernen.

00:21:19: Denn jemand, der mir egal ist, der kann ja sonst irgendeine Blöde angucken.

00:21:22: Ist ja was

00:21:22: dran!

00:21:23: Ist ja etwas dran!

00:21:23: Wenn er ist, dem er sehr wichtig ist...

00:21:26: Richtig!

00:21:27: Das können Sie aber nur dann wenn sie Herr im Haus ihre Gefühle sind.

00:21:31: Ja, wenn Sie wissen, was Sie ärgert und wenn Sie merken, der will mich ärgern Dann können Sie großzüge einen Einschalten sagen Ich lass' mich aber nicht ärgeren Du willst.

00:21:39: jetzt streite ich aber nicht.

00:21:40: Ich genieße meinen schönen Tag.

00:21:42: Das ist eben das Wichtige, dass ich diese Einsicht brauche damit die Selbststeuerung greift.

00:21:50: Alltäglich in meiner Arbeit und auch meiner Selbsterfahrung, die ich eben im Buch nochmal aufgerollt habe ... Wo es mir so wichtig ist, da geht's mich nicht darum meine Eltern anzuklagen, sondern zu beschreiben.

00:21:59: wie komme ich daraus?

00:22:02: Es fallen mir auch viele Möglichkeiten ein mit Bodyman-Problemlöse-Gymnastik, mit inneren Bildern, mit LPE-Hypnose

00:22:09: etc.,

00:22:10: dass von dem entspannten Zustand ohne vollend ermüchterlar übertragen kann in den moment wo dann wieder der ausdösere als da ist.

00:22:21: was sind da ihre lieblings techniken denn bei ihnen auf der couch zu sagen ja jetzt geht es mir gut jetzt habe ich das total kognitiv verstanden und ich geb der person den eltern eben nicht die möglichkeit mich zu ärgern aber einen tag später wenn dann wieder genau Der punkt gedrückt wird.

00:22:38: Was sind eure tips ihre technik?

00:22:41: was sie ihren Klienten mitgeben, um halt diesen entspannten Zustand mit weniger Emotionen auch zu halten im nächsten Augenblick.

00:22:49: Ich gebe gar keinen entspannte Zustand damit, sondern ich lasse die Gefühle.

00:22:53: der Mensch gegenüber seinen Eltern hat im Raum bei mir hervorkommen.

00:22:58: Damit er erlebte es nicht allein im Gefühl – ich bin da!

00:23:02: Wir zusammenhalten diese Gefühler aus wie Verdauendie.

00:23:05: Also ich verwende bei Gefühlen immer sehr gerne im Begriff des Verdauerns ist wie ein Verdauungsvorgang Und wenn ich Gefühle mal verdaut habe, sind sie weg.

00:23:11: Das ist ja das was ich beschrieben hab.

00:23:14: also die sind gestorben und ich war erleichtert.

00:23:16: Das ging mich nichts mehr an!

00:23:18: Und das ist das Ziel der Analyse dass ich also das was sich an alten Gefühlen in mir hab dem Verdauungsprozess übergebe.

00:23:26: Klassisches Beispiel dafür ein kleines Kind hat gerade zu Laufen begonnen fällt hin stürzt tut sich wehweint.

00:23:32: Was macht das kind?

00:23:34: Es rennt zur Mutter- und Vater umarmt die lässt sich trösten und kurze Zeit später ist das Gefühl weg.

00:23:40: Das heißt, wir brauchen den anderen um Gefühle zu verdauen.

00:23:43: Der hilft uns dabei.

00:23:44: Den können wir irgendwann verinnerlichen und dann können man das auch selbst.

00:23:46: aber je früher die gefühlige helftiger desto mehr brauchen mit den andern.

00:23:49: was machen welche?

00:23:50: wenn jemandem was schlimmes passiert wird ruhig Detailen das Gefühl wer helfen beim Verdauendes gefüllt.

00:23:56: dass ist der Kern des zychanalytischen arbeit.

00:23:59: sie sagen bei eine Hälfte es verstehen das geht recht schnell.

00:24:02: zweite hälfte des emotionales verdauen das kann dauern.

00:24:06: wie sieht dieses emotional verdauen bei einem erwachsenen aus?

00:24:10: in der Psychanalyse.

00:24:12: Der redet darüber und kriegt seine Gefühle, er kriegt die Wut oder die Trauer oder was auch immer da ist.

00:24:19: Aber es nicht allein!

00:24:19: Ich bin da und wir beide teilen das Gefühl.

00:24:22: ich teile das Gefühl mit ihnen, ich bin da Wir ordnen das ein wenn's noch etwas einzurten gibt.

00:24:27: aber ganz real wie?

00:24:28: was machen sie?

00:24:29: Wenn jemand traurig ist und sie nehmen den Arm und trösten ihn Ja dann müssen Sie jetzt nicht sich groß klarmachen.

00:24:34: Was mache ich da?

00:24:34: essen?

00:24:35: Sie sind da Die Anwesenheit zählt Und dass macht Psychanalyse.

00:24:39: Als realer, lebendiger Mensch bin ich da.

00:24:42: Okay?

00:24:44: Also finde ich immer wichtig... Ist nicht ganz.

00:24:46: immer gibt manche die würden mir da widersprechen im Analyschen aber ich find es eine reale Beziehung, die man da hat und in der Beziehungen bin ich als Mensch präsent und da.

00:24:55: Ja?

00:24:56: Und durch die Präsenz kann man verdauen und wenn man besser verdaut hat, kann man auch bei einem Ausdöserei

00:25:02: jetzt besser... Sind sie auch weg hier

00:25:04: weniger... Richtig!

00:25:05: Richtig.

00:25:06: Richtig ja, ganz genau.

00:25:08: Jetzt hatten wir schon drei oder vier der Faktoren aus ihrem Buch, aber noch nicht alle sieben.

00:25:13: Was sind die drei, die Sie doch auch nicht genannt haben?

00:25:14: Genau!

00:25:15: Es ist jetzt noch die Willkühl... das ist Kennzeichen jeder diktatorischen Herrschaft.

00:25:20: Jetzt gelten die Regeln und dann gelten jene.

00:25:22: Man kennt es ja eigentlich nicht aus.

00:25:24: Und wenn man sich nicht auskennt, ist man Latent immer auf dem falschen Gleis erwischt.

00:25:28: Das ist immer ein Grund, dass man wieder sozusagen sich eine Verbale oder teilweise auch Nichtverbale wartet.

00:25:35: Also Willkür ist ein ganz wichtiger Faktor.

00:25:37: dann schein und sein.

00:25:39: Nach außen hin ist man die heile Familie, also das Hintergrund meiner Eltern war eher ein großbürgerliches Großbürgerliche Existenz.

00:25:47: ja bei meinem der Vater meines Vaters es waren wirtschafts Unternehmer da war Mercedes-Sixhundert immer dunkler Anzug privatschufföre all das.

00:25:57: meine Eltern sind dann saufen gegangen in der Kneipe damit sich mit den vermeintlichen kleinen Leuten verbrüdern konnten und bewundern lassen konnten.

00:26:04: Ja sie haben sich dann immer anhimmeln lassen aber Das eigentliche Lebensatmosphäre, die sie mitbekommen haben, die haben sich mit Füßen getreten.

00:26:11: Haben allerdings wenn jemand fragte dann sich groß gegeben.

00:26:15: also in der Kneipe war es so dass mein Vater gerne sagte er ist da der Gutsbesitzer?

00:26:19: Wenn ja bei feiner Leuten was er ist nur Bauer!

00:26:21: Ja das wurde immer so benutzt wie es gerade passte aber um ein etwas zu inszenieren.

00:26:27: und für uns Kinder bedeutet das wir hatten niemanden mit dem darüber reden durften.

00:26:32: Was hinter den verschlossenen Türen geschah an Gewalt Das blieb bei uns, das mussten wir für uns behalten.

00:26:38: Und es ist natürlich schwierig weil sie schleppten das rum.

00:26:40: da ist nichts Verdauern von Gefühlen findet er nicht statt sondern wir haben die ganze Zeit in sich.

00:26:44: Das habe ich hier mit meiner Analyse aufgeräumt und dann eben mit dem Ergebnis dass mich das alles irgendwie nicht mehr anging jetzt noch mal in den Buch wo's für mich eine sehr schöne Erfahrung war auch gemeinsam mit meinem Bruder dadurch zu gehen der wie vorhin sagt ja Zielscheibe von Gewalt wurde und ein Stück wird auch mit ihm zu tragen und zu erleben.

00:27:03: Das liegt hinter uns.

00:27:07: Das war ein sehr schöner Prozess, ebenso wie dass ich sehr stark meine Großeltern reinholen konnte und ich hatte das Glück, dass meine Eltern sehr jung waren.

00:27:13: Ich habe meine Großeltern sehr kennengelernt.

00:27:15: als erstes von den vier Großeldern starb mein Großvater dabei, siebzehn, mühväterlicherseits.

00:27:21: Das heißt, ich hab alle Vier sehr gut kennengedernt!

00:27:24: Und mir ist beim Schreiben dieses Buchs nochmal sehr klar geworden, wie viel ich von denen eigentlich mitbekommen habe.

00:27:32: im Sommer und im Winter, und habe normales Leben erlebt.

00:27:37: Sicherheit, Verlässlichkeit, Struktur – all das was zum normalen Leben dazu gehört.

00:27:41: Das hat mir sehr geholfen und mehr auch war die Basis dafür dass ich meinen Weg so gehen konnte!

00:27:46: Das hat mich mit einer Dankbarkeit erfüllt und war schön auch die noch mal so zum Leben zu erwecken in mir, ja?

00:27:53: Das waren tolle Prozesse.

00:27:55: Dann kommt noch, ich hatte es schon erwähnt Gewalt, Missbrauch ist ein Bereich und schließlich auch noch Alkohol- und Drogen.

00:28:00: meine Eltern haben beide gegeben gesoffen wie die Löcher, wenn man das so sagen darf.

00:28:04: Also der Alkohol hat vor allem älter.

00:28:08: sie wurden des zu Meeresleben bestimmt und am Ende waren eigentlich nur noch haben Sie sich damit beschäftigt zu trinken, sich über andere Leute lustig zu machen oder gegenseitig anzufeinden.

00:28:20: Die waren Spezialisten thematoxisch darin dass sie dem anderen immer genau das nicht gaben was er brauchte.

00:28:26: Es war einmal ein Triumph den anderen zu frustrieren und denen aus der Reserve zu lockten.

00:28:30: dann gab es wieder Kablein Und das Ganze war eigentlich nur furibar.

00:28:35: Es ist ja oft so, dass man von den Eltern ein paar Sachen... oder viele Sachen übernimmt.

00:28:41: Ein paar findet man gut aber je älter man wird, desto größer wird die Liste der Sache, die man von seinen Eltern hat und eigentlich nicht gutfindet.

00:28:50: Eigenschaften, denen einen der Eltern schon gestört haben.

00:28:52: Merkt Mist?

00:28:53: Die habe ich hier auch!

00:28:54: Ist das ein ähnliches, was Sie gerade beschrieben haben, hinguckt, das Verdaut?

00:29:00: und dann dieses Verhalten was auch immer es ist muss ja nicht gleich das Stimmen sein mit Schlagen und Algorithmes braucht.

00:29:06: Es gibt ja auch andere Arten von Verhalten.

00:29:08: man sagt Mensch jetzt wieder was mir auch so gerne hört vom Partner du bist wie dein Vater bis wieder der Mutter.

00:29:13: Er sind ja auch immer die absoluten Liebesbekündungen.

00:29:16: wenn wir dann abends zu zeskalieren lassen möchte wird

00:29:18: das limbische System wieder hochgefahren ja.

00:29:20: Genau.

00:29:20: Gehen sie ähnlich vor mit dem Verdauen.

00:29:22: oder was ist da ihr Tipp für unsere Hörer?

00:29:25: Es ist auch das Klarwerten, also das Faszinierende.

00:29:27: Ich habe ja Bücher über Kindererziehung geschrieben als es beliebt ist damit aus kleinen Ärschen keine großen werden.

00:29:32: ein sehr griffiger Titel wo die Leute allein schon wie dieses Titel zu greifen.

00:29:35: aber der Kern ist Ja Ein Kind lernt am Vorbild.

00:29:39: Also gibt's zwei Möglichkeiten entweder das vorbild passt in der emotionalen Bewertung des kindes dann macht das Kind das nach oder Das Passt

00:29:47: nicht.

00:29:47: Dann versucht das Kind dass Gegenteil zu machen und das kann man sehr häufig beobachten.

00:29:52: das ist sozusagen die Phase, bevor ich mir das bewusst gemacht habe.

00:29:56: Die Phase, wo ich ins Bewusste selbst steuern

00:29:58: gehe.".

00:29:59: Das ist erstmal das Automatische!

00:30:01: Nichts.

00:30:01: Sie sagen ja wenn die Partner das dann sagt oder so... Dann beginnt man zu reflektieren und dann kann man beginnen es vielleicht zu ändern, wenn man will.

00:30:07: Aber bis dahin ist erst mal das Automatsche entweder Ich mache nach oder ich mach's gegenteil.

00:30:13: Auch das konnte ich bei meinen Eltern gut erleben.

00:30:15: Meine Großeltern haben im Krieg alle miteinander eigentlich schwere Zeiten gehabt war ja allgemein leider so.

00:30:21: Also da gab es ganz viel Trauma, ganz viele furchtbare Dinge und meine Großeltern haben sich vorgenommen das meinen Eltern zu ersparen und das Diskut haben sollten.

00:30:31: Ergebnis war, meine Eltern waren beide die Dritten in ihrer Reihe, waren Nesthäkchen und die Bahn über Strich- und Faden verwöhnt.

00:30:37: Das heißt, die haben sich nie geschehrt darum was andere denken.

00:30:40: Die haben es nie wichtig gefunden dass sie irgendwie anderen etwas recht machen weil sie in diesem kindlich nazistischen mir steht alles zu ich bin großartig eigentlich durchs Leben spaziert sind.

00:30:50: das hat für uns in der generation jetzt bedeutet so wollen wir nicht sein und damit wurden wir ein stückwärt wie die Großeltern.

00:30:56: also Mein Vater war immer Protest gegen seinen Vater, hat das Gegenteil von seinem Vater gemacht.

00:31:02: Ich wiederum mache das Gegenteil von meinem Vater und lande wieder beim

00:31:05: Großvater.".

00:31:05: Das sind so diese übersprungenlaufende Dynamiken die Sie wahrscheinlich in der Familienaufstelle auch häufig sehen.

00:31:11: also entweder machen die Kinder das nach weil das ehemotional stimmig ist Sind so die klassischen Familienunternehmen, wo der Sohn in die Stiefel des Vaters tritt und das Gleiche das Boot weiter steuert?

00:31:23: Immer eine Generation die nächste.

00:31:25: Oder aber es kommt zu diesen Wechseln wenn sie eben nicht stimmig ist... ...die oft Generationen bespringend dann parallelen aufweisen.

00:31:31: Ja,

00:31:32: das können die auch verstätigen aus diverser Aufstellung oder Familientherapie zu sagen dass genau diese zweite Generation man da die Ähnlichkeiten hat Teilweise auch, wenn man die Personen gar nie kennengelernt hat.

00:31:43: Sie sagten eben, dass sie ihre vier Großeltern kennenlernen konnten?

00:31:46: Ja, glaub

00:31:47: ich!

00:31:47: Und was da epigenetisch teilweise überzahlt...

00:31:49: Genau wie ich vorhin beschrieb.

00:31:50: Das ist allein schon weil das Modell abgelehnt wird.

00:31:54: der Eltern also geht mir ins Gegenteil und damit kommen sie in der Generation davor noch ohne dass sie gekannt haben.

00:32:00: Genau.

00:32:01: Da brauchen sie doch nicht mehr epigenätik.

00:32:04: In Ihrem Beispiel gerade genau war es erklärt und erlernt und ergänzt, wollte ich sagen dass auch wenn sie ihren Großvater gar nicht gekannt hätten, die Möglichkeit besteht.

00:32:13: Dass sie eine gewisse Eigenschaft oder Vorlieben für irgendwas haben und dass sie es abgeguckt haben sollen.

00:32:19: Es ist irgendwie in einem drinsteckt das man eben auch gerne den Sport macht oder gerne kocht oder gern dies oder gern die Redewendung verwendet.

00:32:26: Das finde ich auch sehr spannend weil's da noch weniger erklärbar ist als was Sie gerade geschrieben haben.

00:32:32: Spannend!

00:32:34: Wenn wir jetzt mal eine Generation weiter blicken von all dem, was sie erlebt haben.

00:32:38: Was sie reflektiert haben?

00:32:41: In welcher Form geben Sie weiter?

00:32:43: Was nicht?

00:32:44: aben Sie Kinder?

00:32:45: Wie beachten Sie das?

00:32:47: oder wie geben Sie es den Leuten weiter über Buch oder über sonst im Freundesbekannten oder eben auch im Klientenkreis?

00:32:53: Ich habe bei meinen Kindern – ich habe zwei Töchter – sehr versucht, dass ich die nicht traumatisiere und das ist mir gelungen und gebe das natürlich auch weiter, wenn Patienten mit Kindern zu mir kommen.

00:33:04: Also ich sage mal Kindererziehung hat zwei ganz entscheidende Säulen.

00:33:08: Das erste ist eine sichere Bindung geben.

00:33:10: ein Kind braucht etwa die ersten anderthalb Lebensjahre Die verlässliche Verfügbarkeit von Erwachsenen Von erwachsenen vertrauten Personen.

00:33:19: das heißt nicht dass sie auf dem Kind sitzen müssen.

00:33:21: es heißt nicht Dass Sie immer jede Sekunde springen müssen aber Wenn das Kind sie braucht müssen sie in einer angemessen Zeit da sein.

00:33:28: Dieses Grund erleben, schafft ein Grundgefühl von einem sogenannten Urvertrauen.

00:33:34: Das passt wie die Welt, die sich gehe eigentlich recht gechillt durch die Welt wenn sie wollen.

00:33:39: das habe ich immer wieder erlebt bei den eigenen Kindern aber auch bei denen von Patienten von mir Wie unglaublich kostbar das ist?

00:33:46: Ich sage mal dieses Gefühl kann man nicht mit Gold aufwiegen Wenn das ein Kind mitbekommen hat.

00:33:50: und es ist bitteschön dass was vor Natur aus angedacht ist.

00:33:54: das haben wir in unserer Gesellschaft leider weitgehend zerstört lange Zeit, inzwischen ist es wieder Thema und haben's mit Füßen gedreht.

00:34:01: Das sozusagen der erste wichtige Baustein?

00:34:03: Da gab's ja schon in den fünfzehrjahren Studien der Bindungsforschung zu.

00:34:08: also Mary Ainsworth war eine Frau die da bei ihrem Mann in Afrika tätig war.

00:34:14: in Uganda hat sie dort Mütter-und Kinder in der Interaktion miteinander beobachtet und beschrieben was ne gesunde Bindung ausmacht kam dann an die Ostküste Amerikas hat dort Mötter und Kinder in de interaktionen beobachtet und erkannte, dass dort die meisten unsicher gebunden war.

00:34:28: Die haben eben nicht diese frühe Sicherheit bekommen weil damals wildeste unsinnige Theorien in die Kindererziehung reinragten.

00:34:36: von wegen.

00:34:37: ein Kind darf nicht bei der Mutter schlafen weil es dann übereregt wird.

00:34:40: oder also blödsinn hat sehr viel Schaden angerichtet, hat sehr viele frühen Traumatisierung hinterlassen ist die erste Säule sozusagen mit Füßen getreten worden?

00:34:50: ich wende mich da sehr dagegen und wenn das gelingt ist das gut.

00:34:53: Nicht nur der Auskürste USA, sondern ich meine es gab hier auch ein Erziehungsbuch was in Deutschland bis in die fünfzehn- sechzehrjahre kursierte.

00:35:02: Das war ganz übel!

00:35:04: Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind.

00:35:06: Was dann irgendwie im Kinderzimmer sein sollte?

00:35:08: Mutter sollte nicht reinlaufen wenn's nachts schreit und und und.

00:35:13: Deutsche

00:35:13: Mutter und Ihr erstes kind heißt das Buch ja ja furchtbar.

00:35:17: Wie sind denn da Ihre Einschätzung, wenn man und die Mütter weinen nicht schlechte Menschen damals.

00:35:23: Die haben das Buch gelesen, dachten dann muss es auch so sein?

00:35:26: Und dann machen wir's eben so, auch wenn sie mir als Herz bericht... Was sind denn

00:35:30: daar

00:35:31: Folgen aus Ihrer Sicht für die Kinder, die so erzogen worden sind weil die Müttereben diesem Buch gefolgt sind?

00:35:38: Sie haben bedauerlicherweise eine erhöhte Stressempfindlichkeit.

00:35:42: Nicht weil eben dieses frühe Sicherheit geben und damit auch resilient sein ihnen nicht geboten wurde.

00:35:48: Und es gibt durchaus ernstzunehmende Forschung dazu, dass der plötzliche Kind tot – ein Phänomen das ja lange beobachtet wurde – darauf zurückzuführen gewesen sein dürfte, dass Kinder einfach liegen gelassen wurden oder schreien gelassen worden.

00:36:02: Denn was haben wir von Natur aus für Reaktion auf Stress?

00:36:06: Wenn die Mutter nicht da ist, gerät dann Säuglingen Stress!

00:36:08: Kampf flucht Todsterreflex.

00:36:10: Kämpfen kann er nur mit Schreien, das versuchte.

00:36:13: Flüchten kann er nicht weil er auch nicht laufen kann bleibt der Todster Reflex und wahrscheinlich ist in der Stressüberflutung des Todster reflexes Das Resultat gewesen.

00:36:22: das sollte gestorben sind.

00:36:24: ja dass es drastisch aber ist wohl eine Realität also die das nicht wissen konnten und im besten gewissen und Gewollt das falsche gemacht haben ist bedauerlich.

00:36:35: wichtig ist dass man jetzt damit aufrollen.

00:36:38: Also erstes sichere Bindung, ganz zentral für gesunde Tüche.

00:36:44: Für das was man einem Kind mitgeben sollte in der Erziehung.

00:36:46: Das zweite ist dann authentisches Vorbild dem kind vorleben wie das Leben geht.

00:36:51: schaut zu dass sind die regel.

00:36:52: so leben wir das vor.

00:36:53: und da es ein ganz zентraler Punkt der oft falsch gemacht wird Eltern sollten einem Kind vorleben dass sie eine glückliche Partnerschaft haben.

00:37:00: Die Partnerschaft ist die wichtigste Beziehungen im Leben wenn ein Kind an den Eltern sehen kann.

00:37:05: die sind glücklich miteinander.

00:37:06: machts das nach.

00:37:07: Heute gibt es die Helikoptereltern, die sich alle aufopfern für ihre Kinder.

00:37:10: Ich hatte mal einen Patienten, der hatte vier Kinder aus zwei Ehen kam zu mir weil seine zweite Ehe grad zuscheitern konnte.

00:37:17: Erfolgreicher Mensch, der viel im Beruf war, viel erreicht hatte.

00:37:22: und wenn er zu Hause was ich um die Kinder kümmerte, weil er ja auch denen noch etwas geben wollte.

00:37:27: Und deswegen zerbrach seine zweite Ehle, weil sie für die Frau keine Zeit hatte.

00:37:31: Da hab' ich ihm gesagt, wenn Sie das hier in Kindern vorleben werden die später, wenn sie alt genug sind sagen, ich Kinder tue mich nicht an!

00:37:38: Ich will ja nicht meine Beziehung ruinieren.

00:37:40: Da hat er mich groß angeschaut gesagt, das sagen die jetzt schon!

00:37:43: Also Kinder lernen an dem was ihnen vorgelebt wird und da gibt es glaube ich nichts besseres als Kindern ehrlich und authentisch vorzuleben was im Leben wichtig ist wie das Leben funktioniert damit sie das dann übernehmen

00:37:56: können.

00:37:57: Ja, an der ich dir schweigen.

00:38:00: und komplette Zustimmung also aus eigener Bahrung.

00:38:03: Eltern die uns zuhören für Tipps geben bei der Kindererziehung.

00:38:08: Denn natürlich meinst ihr jedes Elternteil am besten?

00:38:11: Nur die Definition von Ambesten und richtig ist ja unglaublich schwierig, gibt es da so ein paar Eckpfeile wo sie sagen würden ich meine Gleitzen nicht schlagen

00:38:20: usw.,

00:38:21: aber wenn man halt weiß gerade ich bin geprägt worden von meinen Eltern und will's anders machen, wills besser machen.

00:38:28: Ich glaube auch fast hier das Elternteil was wären ihre Tipps für junge Eltern die zuhören oder diesmal werden wollen bei der

00:38:35: Was ich vorhin schon sagte, ganz zentral A-Kindern eine sichere Bindung geben.

00:38:39: Das heißt Muttervater die engen Bezugspersonen der ganz frühen Lebenszeit sollten konstant verfügbar sein wenn das Kind sie braucht nicht auf dem Kind drauf sitzen.

00:38:51: aber wenn das kind deutlich macht es ist Wimmer des Schreit dass jemand da ist viel körperliche Wärme ist auch wichtig.

00:38:59: also Aufbau einer frühe Bindung.

00:39:01: erstes zweites Vorleben des Lebens, wie es halt geht.

00:39:05: Das heißt authentisches Vorbild sein und da ist ganz wichtig... das alles sehr stressart!

00:39:11: Vorleben bedeutet Kinder teilhaben lassen an allem was zum Leben dazugehört und einkaufen putzen aufräumen all die normalen Tätigkeiten des Alltags.

00:39:20: Das mögen Kinder gerne wenn sie mitmachen dürfen.

00:39:23: Da sollten Sie mit machen können um es zu lernen.

00:39:25: auch Ich habe immer wieder Patienten gehabt die kamen zu mir in die Praxis.

00:39:28: Die konnten außer tiefgepitz ein Ofen legen kein Gericht zubereiten.

00:39:31: Das ist ja schade, es gibt so viele leckere Sachen.

00:39:34: Also kochen lernen!

00:39:35: All das was das Leben ausmacht, dass teilen ist wichtig und das immer mit der Prämisse sozusagen als Satz den man mitnehmen sollte, den gibt es von dem Psychoanalytiker und Kinderarzt Donald Winnicott.

00:39:49: Der heißt gut genug ist gut genug.

00:39:52: also kein Perfekt Zynismus.

00:39:54: ich gehe sogar noch ein Stück weiter.

00:39:58: Also wenn es nicht perfekt ist, das ist viel besser als Vorbild.

00:40:02: Als ein Pseudoperfektionismus der dann letztlich scheitern muss.

00:40:05: also entspannt in Ruhe das Leben teilen.

00:40:08: Wenn ich das Kindern vorlebe, dann sind die für ihr Leben gerüstet und wachsen gut auf.

00:40:16: Jetzt sprachen sie eben von dem Klienten mit Patchwork.

00:40:19: Mit der zweiten Frau zwei Kinder Ist ja auch eine

00:40:23: sehr hohe

00:40:24: Trennungskwote mittlerweile verliehend zu von vor fünfzig Jahren.

00:40:28: was

00:40:29: sollten Eltern da beachten, wenn sie in Trennung sind oder sich schon getrennt haben.

00:40:35: Weil die Kinder natürlich beiden gegenüber loyal sind und liebsten wollen dass die Eltern wieder zurück zusammenkommen.

00:40:41: Wenn das dann nicht geht was sollte man da wissen?

00:40:44: Ganz entscheidend wirklich richtig wichtig den Kindern deutlich machen dass die Eltern sich trennen hat nichts mit euch zu tun.

00:40:52: ein Kind hat immer eine Kindlich-Nazistische Weltsicht bezieht alles auf sich.

00:40:56: Es gibt viele Erwachsene, die machen das auch, kennen wir sogar aus der Politik.

00:40:59: aber dieses zentrale Bild ich bin Schuld dran hat ein Kind.

00:41:05: automatisch wenn Eltern sich trennen denkt ein Kind oh Gott hab nicht was falsch gemacht.

00:41:08: Was kann ich tun und dass zu verhindern?

00:41:11: Und da dem kind deutlich zu machen Das hat mit dir überhaupt nichts zu tun ist ein Problem zwischen uns Erwachsenen.

00:41:15: Wir beide lieben dich so wie du bist.

00:41:17: Du hast damit nichts zu tun.

00:41:19: was wird tun?

00:41:20: werden werden versuchen weiter für dich dazu sein So gut es geht.

00:41:24: In welcher Konstellation auch immer, aber ganz zentral mit dir hat das nichts zu tun du bist nicht Schulter dran.

00:41:31: Zweites was wichtig ist zu versuchen... Das ist halt schwierig nachdem wie konflikthaft das ganze vonstattengeht dass das Kind nicht in die Rolle kommt die Eltern gegeneinander auszuspielen weil das ist schlecht.

00:41:43: dann ist es auch sehr auf die Eltern fixiert Und lernt ja eine Lebenskompetenz, die nicht unbedingt sympathisch und nicht unbedingt vorteilhaft ist.

00:41:53: Also das sind so die beiden wichtigen Punkte in Trennungssituationen, die man berücksichtigen sollte.

00:41:58: Eine persönliche Frage diesmal aus meiner Hintergrund.

00:42:01: Meine größte Herausforderung waren bei der Züge meiner beiden Kinder, die nur achtzehn Monate auseinander sind – dass egal was ich vorgeschlagen habe einer juhu-fri und die anderen nie auf gar keinen Fall!

00:42:13: Und es war egal aufs Essen, Ausgehen, Spielen, Sport.

00:42:17: Irgendetwas gewesen ist.

00:42:19: Wenn man dann sagt, ihr macht Abwechseln.

00:42:21: Man macht Schnick-Schnack-Schnuck.

00:42:22: Geht's über Schnick schnack-schnuck wieder Streit?

00:42:23: Wenn man sagt abwechseln gibt's Streit, wer zuerst anfangen kann... Also ich glaub jetzt, wenn ganz viele Eltern mit mehreren Kindern die große Ohren haben, haben sie sogar dafür einen Tipp!

00:42:34: Was Sie da beobachten, ist was sehr Typisches.

00:42:37: Gibt's auch im psychologischen Begriff für und zwar sind das sogenannte Pseudozwillinge.

00:42:42: Also wer so acht bis achtzehn Monate nah beinahe ist, die sind so nah beineinander dass die in den Druck kommen.

00:42:49: jeder Mensch muss seine eigene Identität finden.

00:42:51: Wenn ich aber ein Geschwister habe wie bei Zwilligen das wie ich ist komme ich in den druck tendenziell genau das Gegenteil zu machen damit ich eine eigene Identitet hab.

00:43:00: und das haben sie am eigenen Leib als Vater erlebt.

00:43:03: ja die haben auf Deufel kommen raus versucht Ich will anders sein!

00:43:07: Das ist der Hintergrund.

00:43:09: Und dann haben sie es richtig gemacht, mal der eine, mal die andere Kompromisse.

00:43:13: Klar das ist aber auch eben Verhandeln lernen Konflikte lösen lernen Kompromise lernen gehört dazu Ist nervig vielleicht als Eltern Aber ist richtig.

00:43:22: Ja

00:43:23: Also ja verhandeln können Sie sagen Da haben wir's recht

00:43:27: Ja?

00:43:29: Großartig

00:43:31: Welche Erkenntnisse aus Ihrem Buch möchten Sie noch teilen

00:43:34: Aus welchem Buch jetzt?

00:43:37: Ich kann aber wieder, du bist nicht deine Eltern gehen.

00:43:39: Nicht?

00:43:40: Das ist ja... Da ist glaube ich wirklich wichtig.

00:43:43: was ich versuche in dem Buch und was mir auch nach den Rückmählen, die ich inzwischen schon viel bekommen habe gelungen ist dass sich durch das ehrlich sein ganz real authentisch so wie ich es bei Eltern beschrieben hab wie sie ihren Kinder gegenüber sein sollten.

00:43:57: Ganz authentisch ehrlich offenlege und damit beispielhaft vorgelebt habe wie man sich aus sowas befreien kann.

00:44:04: Ja also Wenn sie so eine Anleitung, wie komme ich da raus?

00:44:09: Die versuche ich zu beten.

00:44:11: Und es gibt unglaublich viele Menschen die darunter leiden und für die will ich sozusagen einen Handbuch dahaben wo die sagen können ja Mensch da fühlte ich mich verstanden.

00:44:22: und Ja!

00:44:23: Da verstehe ich jetzt auch was ich tun kann um herauszukommen mich den alten Gefühlen stellen, mir andere Vorbilder suchen.

00:44:29: Mich der Tatsache stellen das die Vergangenheit vorbei ist eine Beziehung aufbauen in der ich glücklich bin wo ich gesehen werde.

00:44:36: alles Beispiele ja die sozusagen dazu beitragen.

00:44:39: Danke Sie haben jetzt viele Exkurs gemacht über Neurobiologie aber auch Psychiatrie ihre eigenen Lebenserfahrungen und auch ihrer Berufserfahrung.

00:44:48: was wir noch gar nicht besprochen haben ist ihr Hintergrund dem sie probiert haben Kunstgeschichte.

00:44:54: Wie weit hat das denn einen Einfluss auf Ihre Arbeit mit Ihren Patienten-Klienten?

00:45:00: In der konkreten Arbeit mit Patienten weniger, in meinem Werdegang schon mehr.

00:45:04: Ich hab ja nachdem ich Psychiater war, die Psychoanalytische Ausbildung begonnen und hatte eine Zeit lang keine Praxis aber war nicht mehr im Krankenhaus.

00:45:14: Und das war der Zeitpunkt wo ich die Kunst auch in meinen Werdeganen integriert habe Und zwar habe ich begonnen Ausstellung zu kuratieren, vorwiegend von Artbrüht also von Kunst mit einem psychischen Hintergrund.

00:45:26: Da war die erste große Ausstellung Psycho- und Kunst in Hamburg.

00:45:29: Die ist dann auch im einigen Länder der Welt getourt.

00:45:32: Also da ging es mir darum über die Betrachtung der Kunst zu verstehen, was im Menschen vor sich geht in der Grundtese das Kunst immer vom Menschen geschaffen wird.

00:45:43: Damit stand ich lange diametral entgegen dem kunsthistorischen Ansatz, der immer nur sozusagen die Gesellschaft als Kreator der Kunst gesehen hat – Ich versuche es zu verbinden, habe sie meinen Doktorbeiten auch gemacht – Das sind immer Menschen, die diese Kunst machen und die in der Kunst in einen Dialog treten mit den Betrachtern.

00:46:03: Und die nächste Stufe, die ich gegangen bin nach den Ausstellungen war dann das sich selbst begonnen hat zu schreiben.

00:46:08: Ich hätte nie gedacht dass ich schreibe ja ich bin kein Schreiberlin gewesen je und habe dann eine Roman geschrieben kriminal roman wo ich wie nicht hab sagt immer ich habe mich zweimal in meinem Leben ein Stadt verliebt.

00:46:19: ich komme ursprünglich aus dem Rheinland also aus ihrer Gegend da und Bin aber dann auf umwegen in Wien gelandet weil ich mir die stadt verliebt habe.

00:46:26: ich finde statt wunderbar und bin willentlich dahin gezogen habt es keine Sekunde in meinem leben bereut und habe dann eben begonnen, Kriminalroman mit Wiener Hintergrund zu schreiben.

00:46:36: Dann hatte ich das Problem, dass ich im Verlag über Kreuz kam – das ist für so weit das zu beschreiben – auf jeden Fall hatte ich plötzlich das Stigma, dass sich ein schwieriger Auto sei und konnte meine Romane nicht mehr anbringen.

00:46:51: Das ist ja auch sowas was die Kinder beibringen sollten!

00:46:54: Was macht man mit Problemen?

00:46:55: Wie löst man sich daraus?

00:46:57: Wie nutzt man die Wut, die man vielleicht

00:46:59: hat?!

00:47:00: Ich hab das dann versucht, konstruktiv zu nutzen und bin gewechselt ins Sachbuch schon.

00:47:04: Also begonnenen Sachbücher zu schreiben.

00:47:06: Das erste passend aus der Situation die ich geschildert habe heraus über Aggression.

00:47:10: Ja versuchen des Bösen war Thema Aggression!

00:47:13: Das heißt immer wieder ist in dem was sich gemacht hat auch die eigene Lebenserfahrung mit eingeflossen, nona Das war auch oder ist auch immer noch das, was ich für die Kunst so wichtig finde.

00:47:24: Dass dort Menschen sind, die Kunst schaffen und neben dem gesellschaftlichen, neben den kunsthistorischen Einflüssen auch immer der Mensch mitspricht.

00:47:31: Und es ist spannend!

00:47:33: Weil dass ist ja die Ebene wo ich auch in Interaktion trete mit dem Kunstwerk wie ich den Menschen spüre.

00:47:38: Und das ist letztlich was meine Arbeit ausmacht da bin ich als Mensch drin und trete in Kontakt mit meinem Gegenüber.

00:47:45: Also das schließt sich der Kreis immer wieder mit der Grundmelodie, wenn man so will, dass das halt das Leben ist in Beziehung treten und diese wunderschöne Welt erfasst.

00:47:56: Das sind die beiden wesentlichen Dinge im Leben und das versuche ich solange es geht und so intensiv es geht auszukosten und läuft eigentlich ganz gut.

00:48:06: Schön!

00:48:07: Als Sie gerade Kunst beschrieben haben.

00:48:10: schaffen und natürlich die Betrachter genießen ist und sind inspiriert von dem was dann die Kunst geschaffen hat.

00:48:18: Ich habe es gerade auf einem Jakobsweg ganz viel über Logotherapie gelesen, wo wir seitens in der Analyse die einen sagen Sinn oder Ziel oder Freude im Leben ist das schaffen.

00:48:28: Also was man als Kind oft gehört hat dass man Baumpflanzen, Hausbauen, Kind machen und die andere Schule wie in der Schule seid ihr eben das genießen.

00:48:37: Der Sonnenuntergang das Kochen gilt den schönen Moment Und Kunst in dem Fall ist

00:48:43: ja beides

00:48:45: von der Perspektive, der es erschafft oder was hinterher anschaut.

00:48:50: Wie sehen Sie an dieser Dritte von Frankel erschaffende Idee?

00:48:54: Dass die eigentliche Freude darin besteht dann die Wahlfreiheit zu haben?

00:48:58: in dem Moment ist das für sie ein Dreiklang oder einen Widerspruch und ergänzt sich das gut?

00:49:03: Ich halte dieses Konzept von Frankeln neurobiologisch nicht haltbar.

00:49:08: Zwar folgendes Sinn!

00:49:10: Ist ein so komplexes Konstrukt?

00:49:13: Das ist nicht das Entscheidende sein kann, sonst wird Sekundärk generiert.

00:49:16: Sekundäk kreiert!

00:49:18: Ich kann mir aus all meinen Sinn zusammen reimen.

00:49:20: Erinnern Sie sich an die Corona-Zeit was da als Sinn gesehen wurde?

00:49:23: Völliger blöd Sinn.

00:49:25: Also Sinn ist eine komplexe Entität, die nicht die Basis für ein erfülltes Leben ist.

00:49:30: Ich habe in meinem Buch das gelungene.

00:49:31: Ich dargelegt wenn ich jetzt von der Neurobiologie und von der Psychoanalyse komme dass es vier Säulen sind, die man braucht um sich in deinem Leben wohl zu fühlen.

00:49:40: Menschen bei denen all diese Säulen im grünen Bereich ist, kommen nicht zu mir in die Praxis.

00:49:44: Das erste ist Beziehungen.

00:49:46: Gute Beziehung haben ganz zentral fürs Wohlbefinden.

00:49:49: Zweitens aktiv selbst etwas schaffen und bewirken.

00:49:53: Die Wirkmächtigkeit von dem vorhin schon zitierten Vinikot beschrieben.

00:49:56: Das brauche ich im Leben.

00:49:57: das Gefühl habe was geschafft!

00:49:59: Das dritte ist Stimmigkeit.

00:50:00: Das geht so in die Nähe dessen was dann als Sinn aber Sin ist wie gesagt ein höheres Konstrukt Ungefähr rüber kommt.

00:50:07: es heißt aber, dass das was ich mache sich für mich richtig anfühlt.

00:50:10: Passt schon!

00:50:11: Ich will mich auskennen.

00:50:13: Also unser Gehirn ist darauf gedrillt überall Zusammenmenge zu sehen und sich auszukennen.

00:50:16: Können wir wieder auf Corona kommen?

00:50:18: Was da alles für zusammen menge gesehen wurde?

00:50:20: Das war ja abendwürdig.

00:50:22: Und selbst die Wissenschaft leidet darunter, dass oft Kausalitäten hergestellt werden wo gar keine Kausalityen sind Weil unsere Gehirren immer danach strebt.

00:50:31: Aha, ich kenne mich aus, das belohnt, ja?

00:50:33: Zusammen Menge können.

00:50:35: Und die vierte Säule ist ein gesunder Stresshaushalt, dass man nicht so viel Stress hat.

00:50:39: Sei es extern, sei es intern.

00:50:40: durch Konflikte gibt's alle verschiedenen Möglichkeiten.

00:50:43: aber wenn die vier Säulen im grünen Bereich sind, ist man psychisch gesund geht's einem gut in dem Leben und das sollte man bewusst anstreben.

00:50:51: ich sage ja man sollte den Verstand nutzen damit man diese vier Söulen so lebt dass es einem gut geht.

00:50:58: vereinfacht gesagt ich sollte meinen Verstand nutzten dass es mir im Befehl gut geht.

00:51:03: Wow, was für ein starkes und klages Abschlussstatement.

00:51:08: Besten Dank für die spannende Ausführung zu Ihrem Buch!

00:51:11: Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Veröffentlichung und

00:51:14: herzlich gerne euch liebe

00:51:16: Leser, viel Freude beim Lesen des Buches und ich hoffe auch, dass der Podcast euch genauso viele Freude macht als wie mir beim Interview!

00:51:24: Besten dank und ganz herzliche Guts nach!

00:51:27: Auch alles Liebe von mir aus!

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